Giftige Dämpfe beim Löten, Hinweis besonders für Newcomer

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wolfgang
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Giftige Dämpfe beim Löten, Hinweis besonders für Newcomer

Beitrag von wolfgang » 14 Okt 2020, 14:28

Ich habe in der Werkstatt keine Absauganlage, sondern sehe zu, daß ich beim Löten meinen Rüssel aus den Dämpfen heraus halte.
Durch meine Arbeit in der Chemie/Pharmazie habe ich die Methode der Geruchsprüfung und die Beurteilung gelernt.

Vor kurzer Zeit habe ich auf einem Tek-Buchstaben Einschub ein gekapseltes Trimmpoti getauscht. Beim Auslöten stieg ein Wölkchen Lötdampf auf, und ich nahm ein (winziges!) Näschen voll. Vom Geruch nicht typisch Harz, aber auch nicht unangenehm. Mit winziger Verzögerung setzte ein deutliches Brennen und ein Geschmack nach Halogenwasserstoff ein, der nicht HCl oder HBr war.
Ich ordne das als HF (Fluorwasserstoff) ein, als Produkt von teilweise zersetztem Teflon. Wenn ich da eine volle Nase genommen hätte wäre es zumindest unangenehm und schmerzhaft geworden, u.U. sogar behandlungsbedürftig.

Also Rüssel weg beim Löten an alten Bauteilen.

Sicheres Löten
vy73

Wolfgang
DC8PP

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