Reinigung Deckel FP1

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wolfgang
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Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 02 Jul 2020, 14:11

Guten Tag zusammen,
vielleicht hat ja der Eine oder Andere einen Vorschlag:
Bei der Decke FP1 läuft das Kühlmittel (meist spezielles Öl/Wasser Emulsion) über das Werkstück und dann vom Arbeitstisch über Schläuche auf den Maschinenfuss und von dort über Löcher mit Sieben in den Maschinenfuss. Dort saugt die Kühlmittelpumpe die Flüssigkeit wieder an und pumpt sie nach oben auf der Arbeitstisch über das Werkstück.

Bei meiner Maschine ist die innere Pumpe defekt, sodaß ich eine kleine externe Pumpe nutze und die Ablaufschläuche der Fräse in das externe Reservoir hänge. Vorteil: Ich kann die Kühlmittelpumpe auch für die Drehmaschine nutzen und habe nur einmal die Schweinerei mit der Emulsion :shock: .

Dennoch laufen Reste der Emulsion in den Maschinenfuß, sodaß ich die beiden Zulauflöcher verschließen will. Vorher möchte ich das Innere des Fusses möglichst reinigen, und zwar, möglichst ohne die Maschine zu zerlegen, nur durch die beiden ca 60mm Löcher. Also Auspumpen, Ölreiniger hineinsprühen, wieder Auspumpen etc.
Im Fuß hat sich ein leckeres, halbfestes Gemisch aus Wasser, (ranzigem) Öl , Spänen und Staub angesammelt. Schaben kann ich nur durch die beiden Zulauflöcher, also nur sehr eingeschränkt.

Welchen Öllöser nehme ich da sinnvollerweise, insbesondere wenn er nicht leichtflüchtig sein soll (Explosionsgefahr) und auch nicht agressiv, denn ich werde am Ende nicht alle Reste abgepumpt bekommen.
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Wolfgang
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Martin
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von Martin » 03 Jul 2020, 08:36

Geschirrspüler, verdünnt
lG Martin

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wolfgang
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 03 Jul 2020, 18:04

Danke für den Hinweis Martin.
Ich habe heute den ganzen Tag versucht, das Reservoir mir (Hand-)Ölpumpe, Spachtel und Reinigungspapier sauber zu kriegen, aber 70 Jahre Dreck kriegt man nicht so einfach weg. Allein der Schlamm verstopft die Ölsaugpumpe alle 2 Minuten
Daher habe ich mich entschlossen, die Maschine zu zerlegen :shock: und auch durch den Hauptzugang zu reinigen. Dann kann ich durch grosse Öffnungen arbeiten mit Geschirreiniger anlösen und später auch mit dem Hochdruckreiniger. Vor allem kann ich den Fuss schräg stellen um die letzte Feuchtigkeit rauszukriegen.

Das nächste Monatsprojekt.....
vy73

Wolfgang
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wolfgang
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 05 Jul 2020, 15:45

Nun bin ich weitgehend durch und es sieht so aus, als ob der Maschinenfuss leckt; oder eine Dichtung??
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Nun noch das Knie demontieren und dann die Säule.

Schönen Sonntag
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 09 Jul 2020, 17:33

Nun geht es weiter:
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Der Werkstattkran ist praktisch, man kann mit ihm (fast) überall hin. Die Fräsensäule ist am Fuß mit 4 M30 Schrauben befestigt. Mit Ringschlüssel und leichten Hammerschlägen waren die gelöst.
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Gewicht, 167 kg.
Hoffentlich fällt mir die nicht auf den Fuss.
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Das ist das Korpus delicti :geek: Gewicht 150 kg, gefüllt mit einem leckeren Brei von 70 Jahren alten Spänen, Staub, Schmiermittel, Öl, ???
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Erst einmal den Sumpf mit einem alten Nassauger reinigen. Alles von Hand rauskratzen, denn nur mit der Hand und Spachtel kommt man überall hin.Dann mit Petroleum 2 mal auswaschen. Dann mit Bremsenreiniger. Alle Abfälle schön sammeln. Dann konnte ich es in der Autowaschanlage schön heiss ausspritzen. Nun ist er fettfrei und annähernd sauber; im Gegensatz zu meinen Händen, die sehen, trotz schrubben, nicht mehr wie "Arzthände" aus :geek: :geek: :mrgreen: :mrgreen:

Montag geht's zum Sandstrahlen. Gut daß hier auf dem Bauernhof früher geschöachtet wurde :ugeek: . Wo ein Bulle drangehängt werden kann, hängt auch ein Deckel-Fuss. Die Winde ist praktisch beim Verladen auf einen Anhänger.
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 09 Jul 2020, 17:42

Frage in die Runde:
Ich will die Maschine von unten nach oben aufarbeiten, und der Motor wäre der nächste; der schreit förmlich nach Farbe.
Hat von Euch jemand schon einmal einen Dahlander Motor zerlegt? Gibt es da etwas zu beachten? Irgendwelche Überraschungen :twisted: oder Tricks von Siemens-Schuckert?

Danke in Voraus.

Das wird dann wohl eher kein Monatsprojekt, sondern ein Halbjahresprojekt.

Gruß

Wolfgang
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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von ProgBernie » 10 Jul 2020, 10:24

So ein Dahlandermotor hat eigentlich nur doppelt so viele Statorwicklungen damit die Polzahl umgeschaltet werden kann, also normal 6 statt 3. Ich nehme an das ist ein normaler Käfigläufer?
Gruß Bernd

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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 10 Jul 2020, 14:35

ProgBernie hat geschrieben:
10 Jul 2020, 10:24
So ein Dahlandermotor hat eigentlich nur doppelt so viele Statorwicklungen damit die Polzahl umgeschaltet werden kann, also normal 6 statt 3. Ich nehme an das ist ein normaler Käfigläufer?
Moin Bernd,
ich denke schon. Ich habe ihn zur Zeit noch nicht angerührt, erst will ich den Fuss und Säule (und Motorwinkel) aufarbeiten. Von der Theorie kenne ich den Motor schon, praktisch habe ich noch keinen zerlegt. Meine Frage ging mehr in die Richtung wo ich aufpassen muß, wo ich auf Passungen achten muß oder, wo ganz simpel etwas wegspringen kann :geek: , also Vermeidung eigener Ungeschicklichkeit.
Obwohl ich den Motor aufarbeiten will, will ich keine Zeit vergeuden. Die Maschine sollte im Grundzustand (Fuss, Säule, Motor, Horizontalspindel) im September wieder stehen.
vy73

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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 10 Jul 2020, 19:44

Zwischenbemerkung:
Ich habe viel Information und Wissen über das Zerlegen der FP1 von der Website von Marc Michalzik www.bymm.de. Auch andere Bereiche seiner Website sind für uns interessant, nicht nur die Maschinen.
Als Farblieferant für die Deckel nennt er die Firma Mipu (im bayrischen Raum), die 2-komponentenvorstreich- und Decklacke auf Epoxy- und PU-Basis haben. Gleiche Produkte und insbesondere Informationen über Ölfestigkeit (Anstrich Getriebekasten) bekam ich in der Nachbarschaft, Fa. Rickert in Bocholt.

Schönes Wochenende
vy73

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Re: Reinigung Deckel FP1

Beitrag von wolfgang » 12 Jul 2020, 08:54

Moin zusammen,
hier habe ich nun ein konkretes Problem: Das lösen der Seitenabdeckungen vom Statorgehäuse.
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Die Seitenabdeckungen waren mit 4 langen 10mm Schrauben zusammengezogen und enden in Zylindern. Diese sind in das Statorgehäuse gesteckt. Der Anschlag ist vermutlich innen im Statorgehäuse, sodaß ich auch keine Möglichkeit habe, mit einem Werkzeug zu hebeln.
Einen Abzieher kann ich nicht ansetzen, weil in den Lüftungsöffnungen Gitter sind, die ich nicht verbiegen möchte.
Nach entfernen der Lagerabdeckungen kann ich die Lager nicht ausziehen, das kenne ich aber von der Deckel; die Lager kommen mit den Seitenabdeckungen.

Vermutlich sind die Seitenabdeckungen leicht im Statorgehäuse eingerostet, wie bekomme ich die Seitenabdeckungen ab? Gibt es da ein spezielles Werkzeug?

@Berndie: Das ist ein ganz normaler Dahlander mit 6 Wicklungsanschlüssen.

Gruß und schönen Sonntag
vy73

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