elektronischer Laengenmassstab

Stefan564B
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Stefan564B » 06 Mai 2020, 12:26

Hallo Wolfgang,

das ist ein Inkremental Encoder

A : Sinus Signal
B : Cosinus Signal
R : Reset / Referenzposition ( Optional )

siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Inkrement ... nd_Ref.svg

Gruß Stefan

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wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 06 Mai 2020, 17:51

Vielen Dank Stefan,
da Haidenhain auch viel mit dem Digimatic Protokoll vom Maßstab zur Anzeige überträgt, war ich davon überzeugt, daß dieses System das auch tut :oops:
aber Du hast wohl recht. Nicht nur die Bezeichnungen stimmen, auch gibt der Maßstab keine Referenz. Nach jedem Neustart hat die Anzeige den alten Wert in der Anzeige, unabhängig wie die Schlitten verstellt werden; da muß ich ggf. nullen.
Da ich mit meinen schiefen Augen :cry: nicht direkt am Stecker messen will warte ich auf die Teile für einen Zwischenstecker. Dann kann ich mir die Oszillogramme ansehen und sehen ob es Sinus oder Rechteck ist. Dann bleibt die Frage:
Völlig neue dezidierte Auswertung für CNC oder Abzweigen der Messwerte aus der Anzeige.......

Schönen Abend
vy73

Wolfgang
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Hans_L
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Hans_L » 06 Mai 2020, 20:30

meinst jetzt dezidiert oder dediziert :?

Stefan564B
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Stefan564B » 07 Mai 2020, 09:31

Hallo Wolfgang,

es kommt auf Deine CNC Steuerung an wie Du da weiter vorgehst.
Inkrementalgeber mit Sin/Cos oder Rechteck lassen sich leicht auswerten :
1. Signalformung nach Rechteck
2. Kleiner Rechenknecht ( PAL, GAL, TTL nach belieben ) zum Zählen. Über die Impulsflanken kann man die Drehrichtung
auswerten : Impuls A low-> high und Leitung B auf Low -> Drehrichtung 1
Impuls A low-> high und Leitung B auf High -> Drehrichtung 2
Danach nur noch hoch- oder herunterzählen, je nach festgestellter Drehrichtung. Hab so was schon oft in Step 7 für SPS programmiert.
3. Zählerwert manuell oder an Referenzposition über einen Endschalter nullen.
4. Zählerwert an Steuerung übergeben.

Gruß Stefan

Hans_L
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Hans_L » 07 Mai 2020, 09:46

ja, diese Auswertung ist im Prinzip simpel und funktioniert gut (habe ich auch schon gemacht) aber wozu hängt Heidenhain dann meist noch diese EXE`s dazwischen, teilweise bis 100.000-fach?
wenn ich einen 5000er ROD habe, ist das doch in Verbindung mit der Spindelübersetzung schon weniger als ein Fliegensch...?
Gruß
Hans

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wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 07 Mai 2020, 10:56

Hans_L hat geschrieben:
06 Mai 2020, 20:30
meinst jetzt dezidiert oder dediziert :?
:P :P sch.... Fremdworte :mrgreen: :mrgreen: . Das passiert, wenn man schneller tippt als denkt. Wobei eigentlich beides passt :mrgreen: :mrgreen:
Von der Auswertung ist es, wie Ihr schriebt, nicht kompliziert. Ich muß mit rein meßtechnisch nur ansehen, wie die Auflösung des Gebers ist. Ich vermute 5µ. Naja, wenn Reichelt geliefert hat werde ich mal messen.

Noch einmal Danke für Eure Hinweise.
vy73

Wolfgang
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Stefan564B
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Stefan564B » 07 Mai 2020, 12:22

@ Hans,

man muß halt noch ein bischen mehr programmieren,
den ersten Zählimpuls nach Start oder Drehwechsel muß erstmal unterdrückt werden und erst wenn die Drehrichtung ein
zweites Mal sicher erkannt wurde wird dieser Impuls dann gezählt.
Wenn der Spanntisch ein bischen wackelt und immer wieder ein Impuls auf z.Bsp A kommt darf dieser ja nicht gezählt werden,
das Signal ist ja nur durch Vibrationen entstanden. Daher wird ein bischen mehr Elektronik bei Heidenhain drin sein.

Wenn ich hohe Impulsraten habe ( Wellengeber an Motore -> 3000 Imp/s z.Bsp ) nutze ich schnelle Zählerkarten an der SPS.
Die kosten von Yaskawa ( FM050 ) z.Bsp um 130 € für 2 Geber, dazu noch eine CPU und los geht es.
Da hänge ich RODs, Wellengeber von SEW o.ä. dran, allerdings alles in HTL ( 24V Logik ). Andere RODs haben nur 1Vss oder 11µAss,
das ist dann schon spassiger und Bedarf einer guten Signalaufbereitung.
Die EXE-Module wandeln diese Signale dann nach TTL um,


Gruß Stefan

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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Hans_L » 07 Mai 2020, 19:20

ich war der Meinung, dass nur gezählt wird, wenn beide Kanäle (A und B) einen Flankenwechsel erzeugen, damit ist ja auch die Richtung definiert.
Wenn nur ein Kanal "rumzittert" erfolgt doch keine Auswertung?
Oder ist da zwischen den diversen Gebern ein wesentlicher Unterschied?
Gruß
Hans

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Matt
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Matt » 07 Mai 2020, 20:05

Ist kein Problem, denn der guckt auf Flankenwechsel.

Wenn A High und B ständig zittern -> ändert nur um +-1, denn fallende Flanken = runterzählen, steigende Flanke, hochzählen.


Fertig !

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wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 08 Mai 2020, 15:55

So,
nun bin ich weiter. Es ist Rechteck A/B, mit ca 2V SS.
IMGP0001.JPG
IMGP0001.JPG (166.31 KiB) 1333 mal betrachtet
,
IMGP0002.JPG
IMGP0002.JPG (228.85 KiB) 1333 mal betrachtet
Bei 10mm Vorschb zählt der Zähler alles mögliche
IMGP0004.JPG
IMGP0004.JPG (217.36 KiB) 1333 mal betrachtet
,
IMGP0006.JPG
IMGP0006.JPG (183.57 KiB) 1333 mal betrachtet
angefangen vom Tremor :mrgreen: zu sonstwas. Da muß ich eine kleine FlipFlop schaltung zur kombination von A und B anschalten.

Aber soweit alles gut.

Beim Adapter hatte ich mich selbst gefoppt. Als PCB footprint hatte ich auf beiden seiten die D-sub 9 Stecker als männlich genommen und die Adern gekreuzt. Eingebaut hatte ich männlich/ weiblich.........
Jetzt ist ein Stecker auf der Bauteileseite, einer auf der Lötseite. geht auch.

Gruß
vy73

Wolfgang
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