Fräsensteuerung

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wolfgang
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 21 Okt 2019, 12:30

TaunusBaer hat geschrieben:
20 Okt 2019, 16:58
Hallo Wolfgang
Im Rahmen der aktuellen Renovierung reinige ich alle Spindeln, Lager und Flächen und Fette neu.
Eigentlich wird an einer FP1 ausser den Motorlagern und den Spindellagern (Horizontal und Vertikal) bei den Nadelgelagerten Maschinen
nichts gefettet !
Ich hoffe mal sehr du hast in diesen Schmiernippel kein Fett gedrückt...
IMGP0002a.JPG
Dadurch verstopft das gesamte Ölverteilsystem in der Konsole !
Das von außen wieder sauber zu bekommen ist fast unmöglich.

Gruß Martin
Moin Martin,
Danke für den Hinweis. Wenn ich die Maschine schon einmal halb zerlegt habe werde ich, soweit erreichbar, reinigen und einölen. Mit Fetten meine ich natürlich darüberhinaus Abschmieren nach Plan, den die Bedienanleitung habe ich.

Zu den Längenmaßstäben mache ich mal einen weiteren Post auf.

Schönen Tag
vy73

Wolfgang
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TaunusBaer
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von TaunusBaer » 23 Okt 2019, 18:59

Wenn du schon einiges demontiert hast mach mal die Ölverteilung auf, das sollte bei deiner Maschine so aussehen:
https://hyllest.files.wordpress.com/201 ... .jpg?w=640
Teilweise sind da auch Dochte in den Röhrchen.
Sehr oft sind die wie gesagt duch Fett verstopft was mal irgendwann dort gelandet ist.
Folge sind teilweise üble Fresser an den Führungen.
Übrigens hat Deckel in ihren "Technischen Mitteilungen" die übrigens sehr lesenswert sind die Ölempfehlung für alle Maschinen auf
HLP46 für die Getriebe und Gleitlager Vertikalkopf und 220er Gleitbahnöl für den erwähnten Schmiernippel und alle anderen äußeren Schmierstellen geändert.

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wolfgang
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 23 Okt 2019, 19:34

TaunusBaer hat geschrieben:
23 Okt 2019, 18:59
Wenn du schon einiges demontiert hast mach mal die Ölverteilung auf, das sollte bei deiner Maschine so aussehen:
https://hyllest.files.wordpress.com/201 ... .jpg?w=640
Teilweise sind da auch Dochte in den Röhrchen.
Sehr oft sind die wie gesagt duch Fett verstopft was mal irgendwann dort gelandet ist.
Folge sind teilweise üble Fresser an den Führungen.
Übrigens hat Deckel in ihren "Technischen Mitteilungen" die übrigens sehr lesenswert sind die Ölempfehlung für alle Maschinen auf
HLP46 für die Getriebe und Gleitlager Vertikalkopf und 220er Gleitbahnöl für den erwähnten Schmiernippel und alle anderen äußeren Schmierstellen geändert.
Dank Dir für den Hinweis. Eigentlich wollte ich keine "Grundüberholung" machen, aber darauf wird es wohl hinauslaufen. Vom Schmieröl hatte ich mir einen 5l Kanister besorgt, die WEVAG Ölhandelsgesellschaft ist sozusagen in der Nachbarschaft.
Die neue X-Spindelmutter ist gekommen. Ich hatte ja die Spindel miteingeschickt, da haben die dann die Mutter nach dem Gewinde ausgesucht und so ganz nebenbei einen Schaden an der Spindel weggeschliffen. Nun läuft auch die X-Spindel mit 0mm Wechselspiel. Nun heißt es weiter reinigen (Siehe Martins Beitrag), Maßnehmen für das linke X-Spindellager, zusanmmenbauen und neues X-Spindellager mit Motorhalterung anfertigen. Die dazugehörige Elektronik halte ich (zunächst) simpel. Als Treiber nehme ich fertige China DM556 https://www.ebay.de/itm/Microstep-Drive ... 1438.l2649. Die können bis 5,6 A, max 45 V, 200 khz, 1,8° Schritt, Mikroschrittfähig.
Davor kommt eine einfache Schaltung zur Drehrichtungsumschaltung und ein Generator der hochläuft mit passendem Teiler. Alles da. Versorgung über dickes Netzteil im Steuerschrank. Zunächst nutzbar als "elektronischer Kurbel" und (vorhandenem) mechanischem Maßstab. nächste Stufe sind dann elektronische Maßstäbe auf 5 oder 1 µ mal sehen. Als letztes dann, vielleicht, Rechnersteuerung.

Martin, Du scheinst vom Fach zu sein :) ich kämpfe gerade mit dem Zusammenbau der Spindel auf der Kurbel-Messeite. Aufbau ist nach Handbuch: Lagerplatte mit fester Skala. drehbare Messskala, Nasenscheibe, Feststellmutter, Differenzstück und Kurbel. Da dreht sich (bei angezogener Mutter) die Skalenscheibe nur in eine Richtung...... Für heute habe ich aufgegeben, morgen kommt der nächste Versuch...

Schönen Abend

Wolfgang
vy73

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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 24 Okt 2019, 07:34

wolfgang hat geschrieben:
23 Okt 2019, 19:34
Martin, Du scheinst vom Fach zu sein :) ich kämpfe gerade mit dem Zusammenbau der Spindel auf der Kurbel-Messeite. Aufbau ist nach Handbuch: Lagerplatte mit fester Skala. drehbare Messskala, Nasenscheibe, Feststellmutter, Differenzstück und Kurbel. Da dreht sich (bei angezogener Mutter) die Skalenscheibe nur in eine Richtung...... Für heute habe ich aufgegeben, morgen kommt der nächste Versuch...
Schlafen hilft doch :mrgreen: , zumindest theoretisch ist das Problem klar; die Mitnahme der Skalenscheibe durch Welle und Nasenscheibe wird durch Reibung realisiert. Also alle Spuren von Fett weg.

Schönen Tag,
vy73

Wolfgang
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 23 Apr 2020, 12:39

Guten Tag zusammen,
Ich brauche wieder einmal den Rat von den Spezialisten (Bernd?)

Nachdem ich nun die Digitalanzeige der Fräsmaschine in‘s Laufen gebracht habe, ist wieder die Steuerung dran.

Schrittmotore und Treiberbausteine habe ich, es fehlt die Steuerung für die 3 Achsen.
Möglicherweise mit Einlesen der Position von der Digitalanzeige für späteren CNC, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Zunächst dachte ich, nach Altväter Art, dies in TTL (keine Röhren :ugeek: ) zu realisieren. Aber allein die Takterzeugung für die Vorschubauswahl ist bereits ein Gatterbergwerk.

Mit Microcontrollern wäre es besser, jedoch habe ich keine Erfahrung damit, müßte also von 0 beginnend lernen.

Mit Programmierung habe ich einige Erfahrung, Maschinencode und Assembler beim Z80, Bit-Slice und PDP11, sowie alle (damals) gängigen Hochsprachen. Zuletzt allerdings vor 30 Jahren. Also doppelt lernen.

Ich habe hier das Script liegen AVM für Quereinsteiger, aber so ein Projekt als Beginner ist eher ein Nogo.
Daher meine Frage:
Kennt jemand eine entsprechende Schaltung, die für angemessenes Geld mit Dokumentation zu bekommen ist (China ist gut, die Doku ist grottig)?
Da diese Boards meist als SMD ausgeführt sind ist selbstlöten keine Möglichkeit, da ich als Einauge fast kein räumliches Sehvermögen mehr habe. Notmale Boards geht so gerade noch.
vy73

Wolfgang
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Hans_L
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von Hans_L » 23 Apr 2020, 18:12

Ich habe mir für einen anderen Zweck einen Atmega mit Bascom (habe mich da auch erst zu diesem Zweck eingearbeitet) programmiert,
Takt mit Rampe, Drehrichtung und diverse andere Feinheiten.
Als Vorstufe zum Testen der Mechanik habe ich diesen Taktgenerator
(https://www.micompan-shop.de/CNC-Steuer ... 86b87b946f) verwendet, auch als Fertiggerät, da mir der Bausatz (SMD) mittlerweile auch zu fieselig ist.
Gruß
Hans

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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 24 Apr 2020, 16:11

Hans_L hat geschrieben:
23 Apr 2020, 18:12
Ich habe mir für einen anderen Zweck einen Atmega mit Bascom (habe mich da auch erst zu diesem Zweck eingearbeitet) programmiert,
Takt mit Rampe, Drehrichtung und diverse andere Feinheiten.
Als Vorstufe zum Testen der Mechanik habe ich diesen Taktgenerator
(https://www.micompan-shop.de/CNC-Steuer ... 86b87b946f) verwendet, auch als Fertiggerät, da mir der Bausatz (SMD) mittlerweile auch zu fieselig ist.
Gruß
Hans
Danke für den Hinweis Hans. Dieser Generator macht ja einen guten Eindruck, und vor allem hat er eine gute Dokumentation.
Bezüglich Programmierung bin ich hin- und hergerissen. Zum Einen lohnt es nicht, die ganze Steuerung selbst zu programmieren (wobei das für einen Anfänger recht gefährlich ist) eine durchgehende Fräse ist gefährlicher als ein durchgehendes Tier :mrgreen: . Zum Anderen gibt es sicher verfügbare Module und Routinen die definierte Schnittstellen haben. Die muß man sich zuerst erarbeiten.
Auf der Anderen Seite hatte ich (wie gesagt, vor 30 Jahren) in Assembler Bildverarbeitung von Röntgenbildern programmiert. Da reizt mich die C-Programmierung natürlich.
Andererseits wieder lese ich das Manual, sehr eingängig, aber die ganze beschriebene Entwicklungsumgebung ist von der HW (ATAVRDragon, STK500) nicht mehr im Handel, und die Weichware (atmel Studio) scheint es nur für Win zu geben. nun ja, mal in den Tiefen des Linux suchen.....

Schönes Wochenende
vy73

Wolfgang
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ProgBernie
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von ProgBernie » 25 Apr 2020, 22:15

Hallo Wolfgang,

statt des STK500 mit serieller kann man inzwischen moderneres nehmen. Wenn es original sein soll, den ATMEL ICE BASIC. Wenn es nicht teuer sein soll, empfehle ich einen DIAMEX ALL AVR, beide gibt es bei Reichelt. Der Diamex hat mich bisher nicht enttäuscht.

Am einfachsten gestartet bekommt man wohl einen Arduino UNO R3 und grbl draufspielen. Das ist eine 3-Achs-CNC-Steuerung für Arduinos mit einem MEGA328. Bei den Arduinos benötigt man (meist*) keinen Programmer, da die bereits einen Bootloader drauf haben und über den USB-Port betankt werden können. Die Steuerung verarbeitet G-Code über den USB-Port (USB-seriell) und kann von verschiedener Software unter Windows oder Linux angesteuert werden.

https://github.com/grbl/grbl
https://github.com/gnea/grbl/wiki

Die Arduino-Clones funktionieren im allgemeinen auch (Eckstein Komponente oder Roboter-bausatz.de).

*) Meist weil manchmal der Bootloader fehlt oder defekt ist, dann kommt man nur über ISP ran um einen neuen Bootloader zu flashen.

Bernd
Gruß Bernd

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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von wolfgang » 26 Apr 2020, 10:24

Moin Bernd,
erst mal danke für die Hinweise und schönen Sonntag.
ProgBernie hat geschrieben:
25 Apr 2020, 22:15
Hallo Wolfgang,

statt des STK500 mit serieller kann man inzwischen moderneres nehmen. Wenn es original sein soll, den ATMEL ICE BASIC. Wenn es nicht teuer sein soll, empfehle ich einen DIAMEX ALL AVR, beide gibt es bei Reichelt. Der Diamex hat mich bisher nicht enttäuscht.
Nochmal danke, die schaue ich mir einmal an.
ProgBernie hat geschrieben:
25 Apr 2020, 22:15
Am einfachsten gestartet bekommt man wohl einen Arduino UNO R3 und grbl draufspielen. Das ist eine 3-Achs-CNC-Steuerung für Arduinos mit einem MEGA328. Bei den Arduinos benötigt man (meist*) keinen Programmer, da die bereits einen Bootloader drauf haben und über den USB-Port betankt werden können. Die Steuerung verarbeitet G-Code über den USB-Port (USB-seriell) und kann von verschiedener Software unter Windows oder Linux angesteuert werden.

https://github.com/grbl/grbl
https://github.com/gnea/grbl/wiki

Die Arduino-Clones funktionieren im allgemeinen auch (Eckstein Komponente oder Roboter-bausatz.de).

*) Meist weil manchmal der Bootloader fehlt oder defekt ist, dann kommt man nur über ISP ran um einen neuen Bootloader zu flashen.

Bernd
Ich mache mich gerade schlau. Es ist verhext, wie bei einer Wanderung im Gebirge :o . Hat man einen Anstieg genommen und hofft auf einen langsamen Abstieg ins Tal türmt sich der nächste Anstieg auf :mrgreen: :mrgreen: .

Ich Arbeite mich gerade durch das AVR Manual und wunder mich, was ich alles noch weiss. C muß ich repetieren aber auch das ist nicht das Problem. Nun kam die Entwicklungsumgebung, das Atmel Studio ist nicht mehr Atmel, und gibt es nur für Windoof..... (noch mal danke für die Hinweise), und die C-Compiler, Linker müssen auch noch 'drauf. Aber das arbeite ich so langsam ab.
Und die Geduld ist auch nicht mehr wie vor 40 Jahren :lol: :lol: .
Aber es läuft besser als gedacht. Soweit ich verstehe (muß ich auch noch mal nachlesen) ist Arduino etwas anderes, einfacheres als AVR, daher will ich ich von vorn herein auf AVR gehen. Obwohl zum spielen werde ich das grbl ansehen.
Alles in Allem werde ich mich mit dem Programmieren mal wieder ernsthaft beschäftigen, ist ja auch preiswerter als HW. Und ich habe Beschäftigung für die Corona-Sommermonate.

Gruß
vy73

Wolfgang
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Re: Fräsensteuerung

Beitrag von ProgBernie » 27 Apr 2020, 16:12

AVR und Arduino ist nicht so viel anders. Im Prinzip sind die Arduino-Boards nur welche mit AVR drauf, die dann bereits einen Bootloader geflasht haben. Damit kann man die Boards einfach seriell per UART (USB-Umsetzer ist auf den meisten Boards ja drauf) betanken, die Möglichkeit mit einem ISP geht trotzdem.
Bei der IDE haben sich die Arduino-Leute eine minimale Runtime gebaut, die den Anwender von den üblichen Initialisierungsroutinen des Prozessors abstrahiert, warum man dann die Projekte "Sketch" nennen musste weiß der Himmel. Im Prinzip ist das normales C, bei dem man eben im "main" anfängt, nur haben sie dort schon ein minimales main drinnen, welches die Funktion "setup" einmalig und "loop" dann dauerhaft durchläuft.
Bei den Bibliotheken gibt es Licht und Schatten, so sind etliche nicht universell nutzbar sondern auf feste Ports gemapped. Und Interrupts werden meist nicht verwendet. Man kann aber auch die Arduino-Boards mit "normalen" Programmen versehen.

Unter Linux nimmt man statt des Atmel Studios die AVR-binutils und AVR-gcc, ggf. mit Eclipse als IDE. Oder man beschäftigt sich mit LunaAVR.
Das o.g. grbl lässt sich unter der Arduino-IDE erstellen, die gibt es auch für Linux.
Gruß Bernd

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