elektronischer Laengenmassstab

Hans_L
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Hans_L » 05 Nov 2019, 17:50

ich hab mal Elektroniker bei R&S gelernt, da war Gusseisen auch recht selten, das Gewicht haben die auch mit Alu-Guss geschafft :D
Gruß
Hans

Martin
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Martin » 05 Nov 2019, 17:55

hallo Wolfgang,
die alten Ausbilder haben auch mal was erzählt über den Werkzeugtyp Spiralbohrer:

W wie weichmetalle
N Normal
H für Gussteile...

Links öffnen: ja wir sind jetzt bei https angekommen.
einfach rechte Maus / öffnen in neuem Tab , oder sowas.

lG Martin

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wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 06 Nov 2019, 17:53

Hallo Hans,
hast Du da noch die röhrentragenden Geräte miterlebt? Da haben ja etliche von uns eine schöne Sammlung. Meine Zeit bei HFB/MBB/EADS/Airbus endete Anfang der 70er. Bis dahin habe ich noch während des Gymnasiums als Werkstudent gearbeitet. Letzte Arbeit war Verkabeln in den A300 Testmaschinen :lol: :lol: Zahl der Starts = Zahl der Landungen.


Hallo Martin,
Martin hat geschrieben:
05 Nov 2019, 17:55
hallo Wolfgang,
die alten Ausbilder haben auch mal was erzählt über den Werkzeugtyp Spiralbohrer:

W wie weichmetalle
N Normal
H für Gussteile...

lG Martin
An den Teil erinnere ich mich allerdings mit H für Stahl. Nur habe ich durchgehend HSS guter Qualität mit Karbidspitze, denn der höhere Preis wird durch das Fehlen des Ärgers mit den billigen Bohrern mehr als ausgeglichen.
Ich habe mit diesen Bohrern mit der Handmaschine 16mm durch Träger gebohrt. Deswegen war ich ja über den Widerstand des Mschinengehäuses so erstaunt.

Mit dem Link hast Du recht, werde ich in Zukunft dran denken. Aber auch so ist zur Zeit nichts hinter dem Link (Oder ich muß di Browsereinstellungen anpassen)..

Schönen Abend
vy73

Wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von Martin » 06 Nov 2019, 18:21

hallo Wolfgang,

der N ist der Typ den du überall bekommst, mit und ohne Beschichtung.
Wenn der noch länger halten soll und für Edelstahl etc, also zähharte Werkstoffe die große Hitze verursachen, nimmt man dann HSS-E (Ew9Co10) hochkobaltlegierte HSS, die kosten natürlich extra. An der Drehbank sind die nützlich, zum Wellendurchbohren etc..

Typ W ist extra eng gewendelt und hat so einen spitzeren Schneidewinkel. Oft mit Kreuzschliff kombiniert.
Genial für Alu usw..

Typ H ist kaum gewendelt, hat so einen nicht spitzen Schneidwinkel. Vorgesehen für Grauguß und Verwandte..

mein persönlicher Favorit für die wirklich besten Bohrer ist die Fa. August Löher.
Die Kästchen von denen sind allerdings nicht grad günstig.

lG Martin

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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 06 Nov 2019, 19:53

Guten Abend Martin,
:lol: :lol: werde ich alt, vergesslich oder haben meine Ausbilder gepennt?? (vermutlich 1 und 2) :o :o
Du redest von Wendelung und Schliff, ich vom Material .....
Wir haben hier am Ort einen guten?? Stahl- und Werkzeughändler da kaufe ich spezielle Werkzeuge. Die haben in dieser Hinsicht keine Auswahl...

Danke nochmal für den Hinweis und schönen Abend
vy73

Wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 26 Dez 2019, 10:09

Hallo zusammen,
zunächst einmal frohe Weihnachten an Alle.

Nachdem ich wieder einigermassen laufen kann bin ich so langsam auch wieder dabei, in der Werkstatt zu Arbeiten. Da ich beim Anbau des motorisierten Vorschubes die Vorschubskalen demontieren muß, wird als erstes die elektronische Längenmessung eingebaut.

Dabei bedarf es einige Festlegungen vorab:

X-Achse ist ja definiert als Achse der Arbeitsspindel, Y- und Z-Achse sind nach der Rechte-Hand-Regel abgeleitet. Damit wären Y-Achse bei der Deckel der hor. Vorschub vor-zurück oder hoch-runter, die z-Achse die jeweils andere.

Bei der Anzeige lege ich fest:
X-Achse horizontal links(-)/rechts(+)
Y-Achse horizontal vor(-)/zurück(+)
Z-Achse vertikal hoch(-)/runter(+)

Sinnvollerweise wird der Sensor am Maschinengehäuse befetigt, der Maßstab am entsprechenden Tisch. Dann wird der Kabelanschluß bei der Arbeit nicht bewegt.

Die mitgelieferten Winkel sehen für 5 µm Auflösung etwas schwach aus, bei voller Kraft könnten die Maßstäbe ins vibirieren kommen und damit die Anzeige ungenau werden. Bei Singer werden die Maßstäbe allerdings z.T. auf Winkeln montiert. Das stabil und vibrationsfrei hinzubekommen ist wohl sehr viel Erfahrungssache.

Durchführung:
Das Bohren im Guss klappt jetzt auch gut, wie Ihr schon schriebt, ohne Schmiermittel. Und gaaaanz vorsichtig, nichts ist schlimmer als ein abgebrochener (Gewinde-)bohrer :|
Die Anzeige habe ich mit einem Vierkantprofil am Bedienpult befestigt. Wenn man die Maßsräbe in der Hand hält wundert man sich über die langen Anschlußleitungen, die sind allerdings noch fast einen meter zu kurz, wenn man sie ordentluch befestigt.
Jetzt habe ich für Anzeige und Bedienpult freie Wahl der Position, was für einen alten Mann auch recht bequem ist.
IMGP0001.JPG
IMGP0001.JPG (384.43 KiB) 2415 mal betrachtet
Y-Achse:
Bei der Y-Achse ist es noch am einfachsten.
Befestigung des Massstabes am Schlitten, Sensor am Maschinengehäuse. Das sitzt und da wackelt nichts.
IMGP0002.JPG
IMGP0002.JPG (336.07 KiB) 2415 mal betrachtet
Z-Achse:
Bei der Z-Achse gibt es am Tisch keine Befestigungsfläche die lang genug für den möglichen (und gekauften) Messstab/Arbeitsbereich ist. Da plante ich, ein 10*20mm Werkzeugstahlprofil auf den Tisch, und den Maßstab darauf zu schrauben.
Den Sensor dafür sollte ich ursprünglichschraube ich auf einem 250mm langen 10*40mm Profil geschraubt werden, daß am senkrechten Befestigungsschlitz aufgeschraubt wird. Da würde nichts vibirieren.

Leider passt der Massstab um wenige mm da nicht "liegend" rein, nur "stehend". Der Sensor kann dann nicht direkt auf der Platte befestigt werden, sondern über einen 5mm starken Winkel, der sich am Fuss gegen den Sensor klemmt. Auch hier wackelt und vibriert so nichts, den Rest zeigt der Einsatz.
IMGP0003.JPG
IMGP0003.JPG (352.68 KiB) 2415 mal betrachtet
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IMGP0004.JPG (316.89 KiB) 2415 mal betrachtet
vy73

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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 26 Dez 2019, 10:12

Z-Achse:
Noch Z-Achse:
IMGP0005.JPG
IMGP0005.JPG (250.78 KiB) 2415 mal betrachtet
X-Achse:

Der Massstab kann (ausschließlich) unter die Vertikalfläche geschraubt werden. Der Sensor kann dann auf das Gehäuse der vertikalkurbel geschraubt werden. das ist allerdings ca 120° geneigt. Singer z.B. benutzt dafür einen passend gefrästen Winkel (die aber nicht angeboten werden (:-)), warum wohl??) Im Handel scheinen solche Profile nicht zu sein, also selbst anfertigen.
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IMGP0006.JPG (315.75 KiB) 2415 mal betrachtet
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IMGP0007.JPG (286.6 KiB) 2415 mal betrachtet
Wie, gesagt, solche gefrästen 120° Winkel finde ich nicht als Halbzeuge, da werde ich selbst Hand anlegen.

Noch schöne Feiertage

Wolfgang
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 22 Apr 2020, 13:33

Guten Tag mal wieder.
Jetzt habe ich alle 3 Achsen auf Digitalanzeige umgerüstet. Während die Y-Achse (Horizontal, vor und zurück) und die Z-Achse (vertikal, rauf und runter) recht einfach zu befestigen war, war die Befestigung der X-Achse (horizontal, links und rechts) etwas trickreicher.

Der Maßstab mußte unter den Tisch befestigt werden, der Sensor am Horizontal-Spindelgehäuse.
IMGP30003.JPG
IMGP30003.JPG (394.65 KiB) 1409 mal betrachtet
Zwischen beiden besteht ein Winkel von ca 120°. Da die Verbindung von Sensor und Maßstab nur minimal flexibel ist muß dieser Winkel recht genau stimmen. Im Prinzip hätte ich den Winkel fräsen können, aber den Winkel an dieser Stelle präzise zu messen ist mit meinen Messmöglichkeiten nicht möglich. Das hiesse dann fräsen, anprobieren, ggf. neu fräsen. So kaufte ich den Winkel problemlos bei Singer-Werkzeugmaschinen; und siehe da, ich hatte doch präzise gemessen, 120° :P .
IMGP30002.JPG
IMGP30002.JPG (194.56 KiB) 1409 mal betrachtet
Außerdem muß zum (präzisen!!) Befestigen des Maßstabes der gesamte Tisch demontiert werden, wofür man (tat-)kräftige Hilfe und/oder einen kleinen Kran braucht.

Erfahrungen:
Die maximale Einstellgenauigkeit mit cm-Mass und den Skalen an den Handrädern liegt bei 12,5 µm. Die minimale Skalenteilung ist 25 µm, mit Augenmass geht die Hälfte; dann ist Schluss. Also 12,5µm. Daher hatte ich die preiswerten Maßstäbe mit 5µ Auflösung genommen. Das Arbeiten damit ist sehr angenehm. Man ermittelt auf der Zeichnung einen Referenzpunkt (auf den sich hoffentlich alle Masse beziehen), fährt den mit der Maschine an und setzt die Anzeige auf 0. Dann stellt man alle Masse nach Zeichnung ein. Das elende Suchen des richtigen Maßes auf den festen Millimetermaßstäben (die durch Schmiere meist nicht mehr zu lesen sind) und dazurechnen der Kurbelmasse und Merken der Werte entfällt.

Die Meßvorrichtung ist ausgesprochen stabil, die Werte flackern nur im 10 µ Bereich, was mit der Deckel schon an der Grenze der Genauigkeit liegt.

Über den Winter hatte ich sie mit elektronischer Anzeige an Y- und Z-Achse benutzt. Insgesamt hat sich die Investition schon gelohnt. Nun kann es an die elektronischen Antriebe gehen.
IMGP30010.JPG
IMGP30010.JPG (334.32 KiB) 1409 mal betrachtet
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 04 Mai 2020, 19:39

Guten Abend zusammen,
mal wieder ein Zwischenbericht: Als Digital-readout und Längenmaßstab funktionieren die Dinger hervorragen auf 5µ genau und sind ihren Preis wert. Wie man in UK sagt: "You get what you pay for..." :geek:

Gemeint ist, wenn du billig kaufst bekommst Du billig. Und billig ist der Support :oops: .
Im Handbuch ist der Stecker beschrieben (9-polig D-Sub):
1 5V, 2_ Gnd, 3 'A', 4 'B', 5 'R', 6-9 empty, ohne zu beschreiben ws A,B,R meinen :o .
Bei Inspektion: PIN5 leer!; also kein R?? Und was ist R?
Auf meine Mail-Frage nach Bedeutung von A,B,R und korrekter Steckerbelegung, sowie Übertragungsprotokoll: Kopie der Handbuchseite.....
Also habe ich mir einige Stecker für einen Zwischenadapter bestellt und werde messen.....

Schönen Abend
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Re: elektronischer Laengenmassstab

Beitrag von wolfgang » 06 Mai 2020, 09:14

Aktuell war ich zu schnell :evil: .
Nach den Daten und der Pinbelegung im Manual hatte ich ein kleines Board machen lassen (natürlich in China), auf dem ich die Leitungen des 9pol Sub-D verlängern konnte und die Signalleitungen der 3 Achsen 'rausgeführt habe zum Auslesen. Mein Fehler war, daß ich die 0V (Gnd) und 5V Leitungen der 3 Achsen zusammengeführt habe. Bei den 5V Leitungen ging das, bei den 0V wurden bei 2 Achsen die betreffenden Anzeigen eingefroren, bei 3 Achsen wurde die Anzeige dunkel. Vermutlich ist auf Pin2 eben nicht Gnd sondern ein Signal.
Ich habe jetzt neue Stecker und Buchsen bestellt und werde am Wochenende mal testen.
vy73

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