TDS754C aus Israel

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ProgBernie
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von ProgBernie » 29 Mai 2019, 15:49

USB-Sticks bei FF sind Standard-Format und unter Win auslesbar. Die Images der Floppys darauf sind entweder RAW Images (*.IMG) oder andere Formate (z.B. HCX), sie können entweder durchnummerriert oder mit sprechenden Namen sein. Die Images lassen sich unter Linux einfach mounten, unter Windows benötigt man Programme wie WinImage oder DisXs dafür https://www.alexpage.de/diskxs/.
Gruß Bernd

chronos42
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von chronos42 » 29 Mai 2019, 18:31

Hallo Matt, ich habe das missverständlich bzw. falsch beschrieben. Der Stick muss mit dem "Inder" Softwaretool formatiert werden, er kann aber ganz normal am PC ausgelesen werden.

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Matt
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von Matt » 01 Jun 2019, 19:44

Örks... *.img ins Stick abspeichern, das ist letzte was ich will. Ich bin noch nicht ganz warm mit Linux, Windrecks 10 sorgt allerdings dafür, dass ich langsam mit ihm beschäftigt werden. Aber gut, dass es in Standard-Format direkt ablesbar ist.

Plastikrahmen ist mit 2k Kleber geklebt, Diskettenlaufwerk eingebaut, Option freigeschaltet (1M und 2C)
1M: Mehr Speicher, in TDS700er ist es nur per Software begrenzt, Speicher an Platine hat der genug. Erst mit 2M Option wird andere Hardware benötigt.
2C Kommunikation-Feartures (Masken, Histogram, spezielle Trigger.) Histogram-Funktion ist mir wert.
IMG_20190601_084423.jpg
IMG_20190601_084423.jpg (811.61 KiB) 3325 mal betrachtet
Vorher
IMG_20190601_190948.jpg
IMG_20190601_190948.jpg (922.57 KiB) 3325 mal betrachtet
Nacher
IMG_20190601_193930.jpg
IMG_20190601_193930.jpg (1.04 MiB) 3325 mal betrachtet
Vorlaufige Abschlussbild


Grüss
Matt

chronos42
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von chronos42 » 01 Jun 2019, 20:33

Hallo, diese Optionen habe ich bei meinem 580D auch freigeschaltet, zudem FFT, Histogramm usw. Bei dieser Gerätegeneration hat tek auch den Speicher zum ersten mal per Software begrenzt, für mich ist so etwas absolut nicht nachvollziehbar. Der Kunde hat für den Speicher ja schon gezahlt, kann ihn aber nur nutzen wenn er die Option dazukauft oder gegen weiteres Geld nachrüstet. Diese Geräte sind in einer Zeit gebaut worden als es tek wirtschaftlich nicht mehr gut ging und ein neues Management versucht hat soviel Ertrag wie möglich herauszuholen. Diese Geräte markieren auch technologisch einen Wendepunkt, tek war kein einzigartiger Highend Anbieter mehr sondern nur noch ein Anbieter unter vielen anderen. Der Unfug mit den Softwarelimitierungen ist heute leider Standard bei allen Herstellern.

OT:

Nebenbei: Ich habe mich auch lange gegen Windows 10 gewehrt, aber mittlerweile gezwungenermaßen alle meine Rechner auf Windows 10 umgestellt. Mittels pie-hole und den richtigen Scripten dazu kann man Windows 10 im Heimnetz an die Kette legen, es wird jede unerwünsche Kommunikation zu Microsoft zuverlässig geblockt. Somit habe ich also auch einen Linuxrechner im Heimnetz, auch wenn es nur ein Raspberry ist, und der Rest bleibt bei Windows. Mit der aktuellen Windows 10 64 Bit Version laufen zu meiner Überraschung alle Anwendungen weiterhin problemlos, selbst uralte 32 bit Software. Selbst ein aus dem Schrottcontainer meines damaligen Arbeitgebers gerettes uraltes Laptop von 2007 läuft damit problemlos. Da bin ich doch positiv überrascht und muss meine Abneigung gegen W10 relativieren. Kann es aber dennoch nachvollziehen wenn man es nicht mag. Linux auf dem Dektop ist für mich aber absolut keine Alternative, das würde zuviele Einschränkungen mitbringen.

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Matt
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von Matt » 02 Jun 2019, 07:18

Nicht nur, Abtastrate 2 GS/s bei 1 Kanal-Betrieb ist per Software begrenzt, Acquisitionboard ist mit TDS784C Board bis auf paar Details identisch (andere Widerstand-Bestückung zwecks ID-Erkennung und 4x fehlende 3pf Kondensator auf diffentielle Leitung zwischen Analog-IC und Hybride). Schau mal, ob ich es zur TDS784C umlötet und neu kalibiert. (Angeblich ist bestimmte DC kalibirator mit GPIB Option zwingend)
tacho_anpassung_R34.png
tacho_anpassung_R34.png (17.51 KiB) 3311 mal betrachtet
Das ist erste Bild über GPIB aus TDS754C, dient für Dokumentationzweck. ( Ich schraube andere Reifen und Felgen an Zweitwagen, 3% mehr Radumfang -> Tachoanpassung notwendig.)


OT:

Zu: Windrecks 10, auf Arbeit ist es gezwungenmass auf ihm gewechselt, nachdem meine ArbeitsPC gestorben ist. Ich müsste sagen, dass Win 10 nicht so nervig ist. Allerdings hinterlässst Win 10 Eindruck von nicht ausgereifte und geblähte Ware und müsste viel rauswerfen (onedrive, etc) und eingestellt und gehackt werden, bis ich mit ihm produktiv arbeiten kann. ( Grösste Schwierigkeit: unsignierte Treiber installieren, erst recht mit Bitlocker**)

Kurz (& nochmals) gesagt: Nicht so nervig*, trotzdem , damit werde ich nicht ganz warm. (Genauso sehe ich beim Linux)

* Dafür fluche ITler ziemlich darüber.
** Selbstverständlich ist sowas in Frima Pflicht.

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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von chronos42 » 02 Jun 2019, 09:46

Hallo Matt, stimmt, der TDS 580D hat identische Hardware, dafür läuft er mit 4GS/S bei Einkanalbetrieb. Die Analogbandbreite beträgt 1GHz wegen anderer Kondensatorbestückung. Dafür hatte der 580D das Mathematikpaket nicht mit dabei, dass musste ich freischalten. Dafür gibt es einige Hacks, am einfachsten geht es aber mit der Teksoftware, die ich selbstverständlich nicht besitze 8-) . Das Mathematikpaket war nur bei Geräten mit Farbbildschirm Standard. Versehen muss man das wirklich nicht.

Die Kalibration meines 580D war extrem aufwendig, viel aufwendiger als beim 540. Ein Spannungs und Stromkalibrator ist zwingend notwendig, ein Knick JS3010 ist ideal. (Kann ich Dir ausleihen). Das Gerät kann als HF Powermeter genutzt werden, deswegen muss die Kalibrierung der Leistungsmessung am 50Ohm Eingang mit einem Stromkalibrator gemacht werden. Zudem benötigt man unbedingt einen SG504, viele Kalibrierschritte des 580D liegen bei Frequenzen oberhalb 1GHz.
Der Kalibrator muss nicht GPIB steuerbar sein. Aber es hat einen Grund weshalb die Kalibriergeräte steuerbar sein sollten. Man kann das selbstverständlich alles manuell machen, es läuft mit einer speziellen Tek Software auf einem DOS Rechner, wie beim TDS 540. Aber der Zeitaufwand ist enorm. Rechne mit mindestens sechs Stunden. Und ein Fehler bedeutet das die Arbeit der letzten Stunde umsonst war und der Abschnitt wiederholt werden muss. Das ist extrem anstrengend und mitunter frustrierend. Anweisung lesen, Geräte einstellen, bestätigen. Und ja keinen Flüchtigkeitsfehler machen. Und das stundenlang.

Zu Windows 10: Ich habe bei mir auch das ganze Appgerümpel entfernt, in der Startleiste die App Kacheln gelöscht. Die Kachelfehlentwicklung wird ohnehin in absehbarer Zeit komplett verschwinden, MS hat diesen Irrweg in den Previews der kommenden Versionen bereits beendet. Wenn sie jetzt noch eine konsistene Bedienoberfläche hinbekommen würden, hauptsächlich was die Einstellungen betrifft, dann hätte man wenig Grund zum Beschweren. Das Upgrade von alten Windows 7 Installationen auf Windows 10 funktioniert immer noch, das ist eine komplette Neuinstallation, alle Einstellungen und alten Programme bleiben aber erhalten. Das funktionierte auf drei Rechnern übewraschend gut und es waren nur wenige manuelle Nacharbeiten notwendig. Einige wenige Programme mussten neu installiert werden, einige neu registriert, das war es dann aber auch. Insgesamt war das viel problemloser als ich erwartet habe.
Nur, wie schon gesagt, man muss es an die Leine legen. Hier mal ein Ausschnitt aus dem Logfile des pie-hole mit den meist blockierten Diensten:
Dateianhänge
Anmerkung 2019-06-02 092049.png
Anmerkung 2019-06-02 092049.png (82.2 KiB) 3306 mal betrachtet

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Matt
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von Matt » 02 Jun 2019, 12:38

Zu Option-Freischalten.

Ich benutze TL866A Programmer, der aber nicht schafft, DS1486 fehlerfrei auslesen. (aber schreiben schon 8-) )

Ich habe dafür selbstgeschriebene Tools aus eevblog genohmen. (https://www.eevblog.com/forum/testgear/ ... msg2127817)
Allerdings geht bei meiner mit ältere Firmware nur " minimalDumper" (Das ist in eevblog genauso geschrieben)
NVSRAM schreiben mit Diskette führt bei mir und TDS754D zur korrupte Inhalt.


Also, DS1486 mit TL866A beschreiben (DS1245Y auswählen, direkt laden), vorher wird Byte entsprechend Adresse (für Option) reingetippt.
(https://www.eevblog.com/forum/testgear/ ... msg2235474)
NVRAM:0400081E 0001 ;Option 1M; 0x81E = 00, 0x81F = 01 (2 bytes) ins Programmer-Software von TL866A reintippen, "brennen" , fertig.

Fertig? Nee, Uhrzeit korrigiert !

Grüss
Matt

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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von chronos42 » 02 Jun 2019, 16:36

Hallo Matt,
Den DS1486 kann man nicht fehlerfrei vergleichen. Das kann mein teurer Xeltec Programmer auch nicht. Das liegt daran dass ein Teil des Adressbereiches von der Uhr belegt wird, und die Daten der Uhr sind nun mal bei jedem Auslesen anders. Das ist also normal, andere Programmer bringen auch Fehler beim Compare.
Beim TDS 580D sind die Optionen anscheinend nicht mehr im SRAM sondern im Flash, da ist das leider nicht mehr so einfach.

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Matt
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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von Matt » 02 Jun 2019, 17:16

TL866A liest DS1486 erste ~ 200 byte (schwankt bis zu 400 byte) nur als Nullen aus. Ich vermutete da simpel: DS1486 ist nach Spannung anlegen nicht sofort bereit. Daher habe ich mit diese Tool aus eevblog NVSRAM Inhalt ausgelest.

Dass es nach Programmierung Fehler auftritt (dass Inhalt nicht überstimmt) habe ich bereits erwartet, Grund hast du schon genannt (Uhr). Das ist kein Problem.

Sicher, dass TDS580D ihre Option ins Flash abliegt ? Ich hatte ja kürzlich TDS754D repariert und auch Optionen freigeschaltet. (Gleiche Methode wie hier) Da dürfte TDS500D und TDS700D nicht massiv in CPU Board unterschieden ( nur monochrom anstelle farbe, etwas kleinere Speicher für Display)

Grüss
Matt

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Re: TDS754C aus Israel

Beitrag von chronos42 » 02 Jun 2019, 17:38

Hmmm....Das Upgradetool von tek ist für den 580D ganz anders, es ist wesentlich größer als das für den 540 und hat Programmteile die dem Namen nach darauf hindeuten dass es Teile für die Flashprogrammierung sind. Es hat auch den Treiber für die GPIB ISA Karte nicht mehr integriert, man muss also die NI DOS Treiber installieren um das Programm nutzen zu können. Das hat mich einiges an Aufwand gekostet da ich eine neue ISA Karte besorgen musste welche mit den bei NI noch verfügbaren DOS Treibern funktioniert. Zudem habe ich sowohl das SRAM als auch den DS1486 ersetzt, das hat an den Optionen nichts geändert. Aber ok, es waren auch keine vorhanden.. Es kam beim Neustart mit leerem Speicher nicht mal eine Fehlermeldung wie beim TDS 540. Um 100% sicher zu sein müsste ich das nochmal gegenchecken und die SRAMS auf FF setzen und schauen was dann passiert. ich will auch nicht ausschließen dass ich mich da irre, ich werde es bei Gelegenheit mal verifizieren, denn der 754D gehört tatsächlich zu selben Familie. Vielleicht ist auch beides möglich, SRAM und/oder Flash, einige Varianten werden ja mit allen Optionen ausgeliefert, wäre blöd wenn das beim Wechseln des SRAMS verloren geht..

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