EK07D2, Baugruppen: 2_Steueroszillator "wiki"

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basteljero
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EK07D2, Baugruppen: 2_Steueroszillator "wiki"

Beitrag von basteljero » 28 Nov 2019, 23:12

Der geöffnete Oszillator ist hier zu sehen:
Steueroszillator-offen.jpg
Steueroszillator-offen.jpg (165.53 KiB) 4 mal betrachtet
Sonst luftdicht verschlossen. Die Rückseite der Trockenpatrone (Messing) ist hinter der Druckfeder. "Übergroße" Spule oben links.
Rechts der Drehkondensator mit seinen Fein-Einstellschrauben. Das Steueroszillator-Gehäuse ist gleichzeitig Drehkondensator-Gehäuse,
genau genommen ist die Spule im Drehkondensator angeordnet.
Unten liegend die lange Achse für die Feinskala mit eingefrästem Schneckenrad (auf Höhe der Drehkondensator-Achse).
Links unten das große Kegel-Zahnrad für die Feinabstimmung.
Dieser Mechanische Teil ist freitragend an das massive, in einem Stück gegossene Steueroszillator-Gehäuse angeschraubt und hat keine
Verbindung zum Geräte-Rahmen. Nur das Gehäuse des Steueroszillators ist mit diesem vorne verbunden und hinten Gummi-gedämpft
das ebenfalls sehr massive Gehäuse des HF-Teils. "Verwindungssteifer" kann man halbwegs wirtschaftlich nicht bauen.
Dazu kommt, dass Verstimmungen des Hauptoszillators keinerlei Rolle spielen würden, da dieser ja vom Steueroszillator geführt wird.

Rechtes Bild:
Die "Makro-Aufnahme" zeigt
- Spule: Silber- oder versilberter Flachdraht auf dünnem Keramik-Spulenkörper mit Alu-Kappen für die Halterung
- Drehkondensator:Zu sehen auch die geringen Abstände der Abgleichschrauben, sie spiegeln sich an der Scheibe des Rotors
- Kreiskondensator: Zusammengesetzt aus zwei Keramik-Kondensatoren.
Im Handbuch steht: "C303, 12pF Abgleich Prüffeld, CCH 48/12" [1]. Dieser "kritische" Kondensator dürfte genauestens
abgeglichen sein bezüglich Temperaturverhalten.


[1] siehe auch "EK07/D2, Technik, Ersatzbauteile-Kondensatoren "wiki"
Jens R.
Zuletzt geändert von basteljero am 08 Aug 2020, 17:49, insgesamt 4-mal geändert.

basteljero
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Re: EK07D2, Baugruppen: 2_Steueroszillator "wiki"

Beitrag von basteljero » 29 Nov 2019, 22:14

Von der rechten Seite des Gerätes betrachtet, Steueroszillator-Gehäuse geöffnet:
Steueroszillator Röhren und Abdeckung.jpg
Steueroszillator Röhren und Abdeckung.jpg (128.28 KiB) 1770 mal betrachtet
Interessant ist, dass die Wärme-erzeugenden Röhren derart nah an den Schwingkreis-Elementen angeordnet sind.
("Auf der anderen Seite der Wand")
Auffallend auch der massive Gehäuse-Deckel.
Es wird wichtig gewesen sein, den Steueroszillator schnell auf Betriebstemperatur zu bringen, andererseits aber
Frequenzschwankungen durch das unterschiedliche Temperatur-Verhalten der Bauelemente in dieser Zeit gering
zu halten.

Welch großen Aufwand man auch in Funkamateur-Kreisen zu dieser Zeit betrieben hat:
"E.Roske Temperaturstabilisierung eines Oszillators am Beispiel eines Steuersenders"
nachvollziehen, welcher in der "Funktechnik" von 1954 erschienen ist (Hefte 16-19). [l1]

Ebenfalls in der Zeitschrift "Funktechnik" 1983 Hefte 09 bis 11 ausführlicher Artikel :
"Erich Roske: Fertigungstechnik bei Temperaturkompensierten Hochfrequenzkreisen - Ein geschichtlicher Rückblick " [l2]


links:
[l1] "nvhrbiblio.nl/biblio/tijdschrift/Funktechnik/1954/"
[l2] "nvhrbiblio.nl/biblio/tijdschrift/Funktechnik/1983/"
Jens
Zuletzt geändert von basteljero am 03 Aug 2020, 08:52, insgesamt 3-mal geändert.

basteljero
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Re: EK07D2, Baugruppen: 2_Steueroszillator "wiki"

Beitrag von basteljero » 30 Nov 2019, 22:31

Der Gehäusedeckel gab mir Rätsel auf (am linken Bildrand):
Steueroszillator offen mit Deckel.jpg
Steueroszillator offen mit Deckel.jpg (98.63 KiB) 1760 mal betrachtet
Ein aus zwei Hälften bestehendes, halbrundes, sehr massives Teil. Der ausgedrehte Rotor des Drehkondensators nähert
sich diesem. Wozu? :?: :?

Eben wurde ich fündig [1]: Es gibt nämlich eine Patentschrift von Hr. Dr. Lothar Rohde:
"Regelbarer elektrischer Kondensator, dessen Kapazitaet temperatur-unabhaengig ist oder sich mit der Temperatur nach einer bestimmten Gesetzmaessigkeit aendert".
Möglich deshalb, dass der Abstand des Deckels über die "Dichtmasse" genauestens eingestellt worden ist.
Und man den Deckel besser so lassen sollte, wie er ist: geschlossen.

Etwas über Plattenschnitte von Drehkondensatoren ist hier[2] zu finden.

Quellen und Verweise:
[1] https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/d ... einsteiger
Suchbegriff (Anmelder/Inhaber/Erfinder): "Lothar Rohde"
[2] https://www.radiomuseum.org/forumdata/u ... hnitte.pdf

Jens R.

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